Die Idee

Stig Leander über die Wiege

„Die Leanderwiege ist eine Wiege, die nicht fest auf dem Boden steht. Ich habe sie so konstruiert, dass sie frei von der Decke herabhängt. Vier Riemen laufen an einen Punkt zusammen, entweder einem Deckenhaken oder einem speziell für diese Wiege konstruierten Stativ.

Die Idee kam mir, als meine Schwägerin Zwillinge bekommen hatte und ich erlebte, wie schwer es war, gleichzeitig für beide Babys zu sorgen. Ich fand heraus, dass man, wenn eine Wiege nur an einem Punkt aufgehängt ist, leicht das eine Baby mit einem Stoß des Ellenbogens bewegen kann, während man gleichzeitig das andere hält.

Die Aufhängung bedeutet, dass die Wiege nicht nur in einer Richtung schwingt, und dass die Bewegungen ruhig und frei sind, wodurch sie den Bewegungen gleichen, die das Baby im Bauch der Mutter erlebt hat. Gleichzeitig kann man die Wiege leicht in Bewegung setzen. Es trägt zur Entwicklung des Körperbewusstseins des Babys bei, dass es selbst die Wiege in Bewegung setzen kann.

Die freie Bewegung der Wiege trägt dazu bei, den Gleichgewichtssinn des Babys anzuregen. Die Sinnesorgane für diesen Sinn sitzen im Innenohr, und er ist nicht nur für unser Gleichgewicht entscheidend. Er informiert uns über die Stellung des Körpers im Verhältnis zur Umgebung und über seine Richtung und Geschwindigkeit, so dass wir beispielsweise wissen, wie wir uns aufstellen müssen, um einen Ball zu fangen. Er hilft auch dem Gehirn die vielen Eindrücke zu sortieren, so dass wir uns besser konzentrieren können.

Der Gleichgewichtssinn trägt außerdem dazu bei, die Muskeln des Körpers im Verhältnis zur Balance zu steuern. Falls dieser Sinn schlecht entwickelt ist, hat das Kind Probleme damit, auf einem Stuhl zu sitzen und kann Konzentrationsprobleme beim Lernen haben.“